August 21st, 2007
und sie unterstützen die Kleinkriminalität.
In unseren Laden kommt regelmäßig der Herr K. einkaufen. Regelmäßig legt er zur Zahlung eine EC-Karte der Sparkasse in K. vor. Und genauso regelmäßig werden die per Lastschrift (das ist die Zahlungsform mit Unterschrift ohne Sperrdateiabfrage) “bezahlten” Belege von der Bank nicht eingelöst. Für uns bisher kein Problem, schließlich kann man sich ja gegen solche Zahlungsausfälle versichern.
Als netter und rechtschaffender Bürger habe ich heute also mal bei der Bank angerufen und gefragt ob wir irgendwas gegen Herrn K. unternehmen sollen. Schließlich nenne ich so etwas Kartenmißbrauch und das ist strafbar. Wir haben zufälligerweise ein Geschäftskonto bei der gleichen Bank, da sind die Mitarbeiter eher gewillt entsprechende Fragen zu beantworten.
Ich rief also dort an und erzählte der Callcenter Dame von den Vorfällen. Ich nannte auch brav unsere sowie des Kunden Kontonummer, damit die Dame im Computer recherchieren kann. Dann fragte ich, ob ich etwas gegen den Kunden unternehmen solle (Karte einziehen oder Polizei einschalten) Die Dame antwortete, das falle unter das Bankgeheimnis und sie könne mir keine Auskunft geben.
???
Was soll das? Mit etwas Überlegung komme ich dahinter, daß die Bank das mit System macht. Man stelle sich vor, das die Bank einem Kunden ein Konto einrichtet und auch die EC-Karte dazu aushändigt. Sparkassen müssen m.W. jedem! ein Konto geben, der dies wünscht. Der frischgebackene Kontoinhaber weiß sich vor lauter Glück nicht anders zu helfen und kauft fleißig ein bis die EC-Karte raucht. Eine ordentliche Überziehung bewegt die Bank dazu keine weiteren Abbuchungen zu erlauben. Der Kontoinhaber ist jetzt verschuldet und kann wahrscheinlich erstmal nicht die Schulden zurückzahlen. Das vermutetet perfide System der Bank lässt den Schaden jetzt auf andere Unternehmen übergehen. Dem Kunden wird die EC-Karte gelassen. Er kauft mit Lastschriftzahlung ein, die Bank löst die Belege aber nicht ein und das Unternehmen muß jetzt versuchen auf anderem Weg die Zahlung vom Kunden zu erhalten. Wie in den Lastschriftbelegen vermerkt, darf das Unternehmen dazu bei der Bank nachfragen. Das garstige an der Sache ist, das man je nach Bank für die Adressaufkunft zwischen 15 und 30 € Gebühren überweisen muss. 3 € Gebühr wird dem Unternehmen direkt abgebucht, wenn die Rückbelastung erfolgt. Macht 18-33 € für eine einzige nicht eingelöste Lastschrift, die die Bank wieder gutmacht. Deshalb ist eine Bank wahrscheinlich gar nicht daran interessiert, dem bewußt oder unbewußt kriminell handelnden Kunden das Handwerk zu legen. Und wenn der Kunde sich eine Weile unsichtbar macht, wird ihm auch nichts passieren. Das geschädigte Unternehmen erhält ja nur die Adresse, die der Kunde bei der Bank angegeben hat. Ob diese stimmt, steht dabei auf einem anderen Blatt. Und wenn es schlecht läuft, bezahlen die Unternehmen doppelt: dem Kunden die Ware und der Bank den Schaden, den der gemeinsame Kunde vorher dort verschuldet hat.
August 6th, 2007
Freies Fernsehen ist die Gezini Gebühren nicht wert! Dachte ich! Seit 20 min. beginne ich meine Meinung zu ändern. Im WDR läuft Rockpalast mit einer Band namens Epica. Boahh sind die gut. Hardrock vom Feinsten. Opulente Melodien, screaming guitars, ein keyboard und die drums. Dazu die glockenhelle klassisch anmutende Stimme von Simone Simons und die Backvocals von Mark Jansen erzeugen ein wohliges Gefühl in der Magengegend. Die Jungs sind cool drauf, die Simone sieht sogar noch ganz nett aus. Die Show rockt, etwas störend sind die eingeschnittenen Interviews. Die Infos hintendran oder vorneweg hätten es auch getan. Ich glaube ich bin eine Musikbanause. Die Simone erzählt grad was von einer Band namens Nightwish, die kenne ich noch gar nicht. Das wird sich ändern. Müller ich komme morgen vorbei.
August 4th, 2007
Es geht ja doch noch! Nach ungefähr gefühlten hundert Jahren hat es Borussia mal wieder vermocht ein Auswärtsspiel siegreich zu gestalten. Das dies beim Pokalschreck des letzten Jahres gelang, versüßt den Sieg auf ein Juliettas Brombeersirup Niveau. Im letzten Jahr läutete die Pokal Niederlage des Erstligisten beim damaligen Drittligisten Osnabrück den langsamen und schmerzlichen Abschied des Traditionsklub aus der 1. Bundesliga ein. Heuer begegnen sich beide Klubs auf Augenhöhe, Osnabrück ist der Aufstieg in die 2. Liga gelungen. Und es passiert, was die Borussenfans sehnlichst erwarten. Der Hoffnungsträger, Jungspund und Zwerg Marko Marin unisono macht ein Traumtor! Der Moderator vermerkt, das die Borussia Chancen erspielt und bei Kontern brandgefährlich ist. Chancen, wann gab es sowas in der letzten Saison einmal? Konter, bekommen wir jetzt ein Seventies - Revival? Wir Fans, Fußballdeutschland und die Yellopress hat gesehen, das Borussia gewinnen kann. Nächste Woche sollen es noch die Betzebauern sehen, dann sieht die Welt wieder schwarz, weiß und grün aus.
August 4th, 2007
Im Office erhielt ich heute ein Fax von einem Ösi Rechtsanwalt. Der beschwerte sich darin über eine Frau Dr. Scheidler, die von einem vermeintlichen Office E-Mail Account eine Werbemail an ihn geschrieben hatte. Ich bin perplex…
Ich hatte ja schon gerüchteweise gehört, das die Uhren in Ösistan anders ticken, aber das der gute Mann heute zum ersten Mal eine Spam E-Mail erhielt ist erstaunlich. Ich kämpfe mich, wie sicherlich auch Millionen anderer Webnutzer, jeden Morgen durch Berge elektronischen Mülls, um an für mich interessante E-Mails zu gelangen und in Ösistan erhält jemand eine Werbemail und denkt noch, er könne die vermeintlichen Absender mit Drohungen erschrecken.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt: Spam sind ein Grundübel des Internet. Die Absender, die im Return-Path eingetragen sind, haben mit der Versendung i.d.R. nix zu tun. Die Bösen sitzen in den Firmen, von denen die Produkte bezogen werden sollen. Es ist nicht einfach, man muß sehr diszipliniert sein, aber man kann Spam bekämpfen.
- Niemals eine Antwort an den vermeintlichen Absender schicken. Dadurch werden wieder nur Daten durch das Netz geschickt, die zu keinem vernünftigen Ergebnis führen. Das bedeutet auch, das man auf einen Auto-Responder verzichten sollte, der nur das Ziel hat Spam zu beantworten.
- Niemals, niemals, niemals dürfen sie den unsuscribe Link benutzen, den die meisten Spam-Mail am Ende aufführen. Damit tragen sie sich i.d.R. nur in einer wahrscheinlich ungeschützen Liste ein, die die Anzahl ihrer Spam-Mails potenzieren wird.
- Es gibt Spam-Filter! Besorgen sie sich einen und trainieren sie ihn!
- Geben sie auf Internet Seiten niemals eine E-Mail Adresse bekannt, die sie verwenden wollen. Spam-Bots lesen ihre Internet-Seite und werten sie nach E-Mail Adressen aus, die sie dann später beliefern werden. Es gibt Möglichkeiten, ihre E-Mail Adressen zu kodieren, das sie derzeit nicht von Spam-Bots verarbeitet werden können. Kodieren Sie!
- Legen sie sich eine E-Mail Adresse zu, die sie nicht für “gute” E-Mail verwenden wollen. Diese können sie dann verwenden, wenn sie sich irgendwo im www für irgendwas registrieren wollen. Man kann Mail-Server so einstellen, das E-Mail automatisch nach diversen Kriterien gelöscht werden.
Nutzen Sie das Internet vorsichtig und diszipliniert. Nur dann haben Sie eine Chance, den Kampf gegen Datenmüll erfolgreich zu gestalten.