Dentier’s Welt
Hilfe, was ist denn jetzt schon wieder los?
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Geiz ist ungeil

November 12th, 2008

Die Initiative des Saturn Elektromarktes hat ungewollte Resultate erzeugt :(

Bei meinem Medion PC hat die Grafikkarte nach 1,5 Jahren den Geist aufgegeben. Gehe ich also zu einem Saturnmarkt, um mir dort eine neue zu holen. Die alte Karte hatte ich ausgebaut und mitgebracht.

Zeige ich diese also einem Mitarbeiter, der sich dort in der PC-Abteilung aufhielt. Leider kannte sich der Herr damit nicht aus und wies mich zu seiner fähigeren Kollegin. Die Kollegin sagte mir es sei ein sogenannter Uralt APC Steckplatz. Das es kein aktueller APC und auch keine PCI war hatte ich dank einer Zeichnung, die zur Erläuterung an den dort verkauften Karten angebracht war, schon herausgefunden. Meine Frage ob sie denn soetwas noch anbieten würde, wurde lachend verneint.

Schade, ich wollte doch dort Umsatz machen. Naja, soeben finde ich einen Artikel über Grafikkarten in der Rhein-Zeitung. Hmm die Karte auf dem Bild sieht doch so ähnlich aus wie meine. Und das soll uralt sein? Fragen über Fragen. Laut Text gibt es einen sehr aktuellen Steckplatz namens PCIe. Wikipedia zeigt mir dazu einen Anschluß, der genauso ausschaut wie der in meinem Motherboard. Problem gelöst. Da Saturn so etwas laut der freundlich lachenden Dame nicht anbietet, kaufe ich jetzt bei Expert. Und vielleicht auch häufiger dort.

Ich würde begrüßen, wenn Saturn seine Sparwut überwindet und etwas in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert. Dann muß ich von dort nicht unzufrieden gehen und mein Geld in anderen Elektronikmärkten ausgeben.

Computer sind komisch

April 28th, 2008

ich habe unseren neuen Kassencomputer gestartet, das Kassenprogramm geladen und einen Kassiervorgang durchgeführt. Im Kundendisplay wurde eine Willkommensmeldung angezeigt, dann der Artikel samt Preis und zum Schluß die Summe und das Wechselgeld. Ein alltägliches Bild im Kundenverkehr. Aber: der Computer stand auf meinem Arbeitsplatz weil ich ihn einrichten sollte. Bis auf das Kundendisplay hat das auch funktioniert. Das Display jedoch hat kryptische Zeichen abgebildet und so konnte die Kasse nicht verwendet werden. Ich habe mich nicht an irgendeine höhere Macht gewandt, ich habe niemanden bestochen und Zugang zu diesem Arbeitsplatz haben auch nur Nichteingeweihte. Warum hat das heute ohne Probleme geklappt?

Bin ich ich? Oder bin ich Du?

Dezember 8th, 2007

oder ist das alles gar nicht wahr? Weiterbilden lohnt! Man lernt tolle Sachen. Zuerst wurde mein Interesse für Sendungen des CNN, verbunden mit nachfolgender Beurteilung ausgwählter Aktienkurse, geweckt. Kostenrechnung ist ebenfalls für den Heimgebrauch verwendbar. Es gibt doch fast? nichts Schöneres, als abends nach der Arbeit die Ausgaben von Frauchen auszuwerten - alles schön in einer OpenOffice.org calc Tabelle mit Farbe ausgestalten und dann den fliegendenen Untertassen zu begegnen, die vom zu ET mutierten Liebling ausgesendet werden.

Heute bei Informationstechnik erfuhren wir den ultimativen Trick um jeglichen SPAM zu vermeiden: ich bin nicht ich! Ich bin Du! Identitätsklau oder die totale Erinnerung? So höre nun du unbedarfter Newbie:

Man blättere in einem beliebingen Telefonbuch beliebiger Stärke mit verschlossenen Augen. Irgendwann packt man seinen Zeigefinger in die Seiten, schlägt die Augen auf und voilá: da steht der neue Name. Meistens hat man sogar noch eine Adresse dabei, wenn nicht: ein Anruf bei seiner neuen Nummer genügt und mit einer versprochenen Datenbank oder dem Audi Coupé Gewinn erfährt man auch, wo man ab jetzt virtuell wohnt. Jetzt muß man sich noch schnell ein Geburtsdatum auswählen, alles geht was über 18 ist, weil unter 18 *snicker*. Es gibt Webseiten bei denen man erfährt in welchen Jahren der gewählte Name hipp war. Gut für die Legende. Telefonisch erreichbar sein ist auch kein Problem: eine Prepaid Telefonkarte bei blau.de kostet genauso viel, wie man später als Startguthaben bekommt. Dass sollte genügen um eine neue E-mail Adresse bei Web.de oder GMX und Konsorten zu erhalten. Eine kleine Visitenkarten-Webseite erstellen geht dort auch ganz fix, Basisdaten kennst du ja jetzt. Ein toller Job bei einer Internetwerbeagentur sollte es schon sein, wenn man später genug Mädels abschleppen will. Dann kann man ja als Lieferadresse auch seine richtige Adresse angeben, auf dem Briefkasten einfach ein kleines Schildchen drauf, das bei Notwendigkeit auch wieder entfernt werden kann und dem Online Surf Vergnügen steht nur noch die eigene Rechtschaffenheit im Weg. Der neue 007 sollte natürlich auch so tough sein, wie sein Vorbild.

Spam Me Scotty

August 4th, 2007

Im Office erhielt ich heute ein Fax von einem Ösi Rechtsanwalt. Der beschwerte sich darin über eine Frau Dr. Scheidler, die von einem vermeintlichen Office E-Mail Account eine Werbemail an ihn geschrieben hatte. Ich bin perplex…

Ich hatte ja schon gerüchteweise gehört, das die Uhren in Ösistan anders ticken, aber das der gute Mann heute zum ersten Mal eine Spam E-Mail erhielt ist erstaunlich. Ich kämpfe mich, wie sicherlich auch Millionen anderer Webnutzer, jeden Morgen durch Berge elektronischen Mülls, um an für mich interessante E-Mails zu gelangen und in Ösistan erhält jemand eine Werbemail und denkt noch, er könne die vermeintlichen Absender mit Drohungen erschrecken.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt: Spam sind ein Grundübel des Internet. Die Absender, die im Return-Path eingetragen sind, haben mit der Versendung i.d.R. nix zu tun. Die Bösen sitzen in den Firmen, von denen die Produkte bezogen werden sollen. Es ist nicht einfach, man muß sehr diszipliniert sein, aber man kann Spam bekämpfen.

  1. Niemals eine Antwort an den vermeintlichen Absender schicken. Dadurch werden wieder nur Daten durch das Netz geschickt, die zu keinem vernünftigen Ergebnis führen. Das bedeutet auch, das man auf einen Auto-Responder verzichten sollte, der nur das Ziel hat Spam zu beantworten.
  2. Niemals, niemals, niemals dürfen sie den unsuscribe Link benutzen, den die meisten Spam-Mail am Ende aufführen. Damit tragen sie sich i.d.R. nur in einer wahrscheinlich ungeschützen Liste ein, die die Anzahl ihrer Spam-Mails potenzieren wird.
  3. Es gibt Spam-Filter! Besorgen sie sich einen und trainieren sie ihn!
  4. Geben sie auf Internet Seiten niemals eine E-Mail Adresse bekannt, die sie verwenden wollen. Spam-Bots lesen ihre Internet-Seite und werten sie nach E-Mail Adressen aus, die sie dann später beliefern werden. Es gibt Möglichkeiten, ihre E-Mail Adressen zu kodieren, das sie derzeit nicht von Spam-Bots verarbeitet werden können. Kodieren Sie!
  5. Legen sie sich eine E-Mail Adresse zu, die sie nicht für “gute” E-Mail verwenden wollen. Diese können sie dann verwenden, wenn sie sich irgendwo im www für irgendwas registrieren wollen. Man kann Mail-Server so einstellen, das E-Mail automatisch nach diversen Kriterien gelöscht werden.

Nutzen Sie das Internet vorsichtig und diszipliniert. Nur dann haben Sie eine Chance, den Kampf gegen Datenmüll erfolgreich zu gestalten.